Fashion

Warum ihr nichts Neues zum Anziehen braucht

Einfach Helene 33Vor zwei Wochen hatte ich mein erstes Blogshooting und bei den Vorbereitungen bzw. bei der Kleiderauswahl für das Shooting, wurde ich vor ein riesen Problem gestellt. Eigentlich stehe ich jeden Morgen vor diesem Problem und ich bin oftmals überfordert und bereite mich auf den  Nervenzusammenbruch vor. Ich weiß ganz genau, ihr alle könnt sofort mit mir fühlen und wir sitzen gemeinsam im selben Boot.

ICH   HABE   NICHTS   ZUM   ANZIEHEN 

Eine schreckliche Diagnose und im Winter ist diese vor allem sehr kalt, denn eigentlich müsste ich nackt aus dem Haus gehen. Dieses verflixte schwarze Loch im Kleiderschrank, welches alle unsere wunderschönen Kleidungsstücke verschluckt und nur den Schrott der letzten Jahre zurück lässt. Ist ja klar, dieses schwarze Loch hat auch nur guten Geschmack und lässt den hässlichen Kram im Schrank zurück.

Eigentlich ist es wirklich bewundernswert, dass ich doch noch etwas aus dem Kleiderschrank zaubern konnte.

Spaß bei Seite Mädels. Es ist doch nüchtern betrachtet wirklich wahnsinnig, dass unsere Schränke voll sind, wir immer neue Textilien kaufen und trotzdem nur meckern.

Mein Blacklook besteht aus einer vier Jahre alten Bluse,  die Jeggings feierte bereits Ihren dritten Geburtstag und die zauberhaften Schuhe von Tamaris wohnen seit einem Jahr in meinem Schrank. Keine extra Shoppingtour für dieses Shooting sondern die perfekte Methode um der Kaufsucht und dem schwarzen Loch im Kleiderschrank zu entkommen. In diesem  Beitrag verrate ich euch meine Geheimtipps, wie ihr in eurem Kleiderschrank verlorene Schätze wieder findet und Geld und Nerven spart.

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Kleiderbügel umhängen

Der wohl einfachste und überraschendste Tipp ist auch in nur fünf Minuten umgesetzt. Ohne eure Kleiderschränke zu sehen, weiß ich, dass ihr eure Kleiderbügel  mit der Öffnung des Hackens nach hinten einhängt (Ich hoffe ihr versteht was ich meine). Eure Kleiderbügelhaken zeigen alle in Richtung Schrankwand. 

Hängt einmal alle Kleiderbügel um, damit die Öffnungen zu euch zeigen. Ich gebe zu, die Bügel so aufzuhängen ist eine kleine Umstellung aber der Effekt ist erstaunlich.

Sobald ihr ein Teil getragen habt und dieses wieder in euren  Kleiderschrank einzieht, dürft ihr den Kleiderbügel wieder wie gewohnt in den Kleiderschrank hängen. Erst nachdem ihr alle Teile getragen habt, geht das Spiel von vorne los.

Ihr werden überrascht sein, wie viele verschiedene Outfits ihr im Kleiderschrank findet. Eure Waschmaschine wird in der ersten Zeit nicht mehr laufen und ihr entdeckt neue Kombinationen.

Keine Ausreden: Tops im Winter? Ja das geht unter einem Pullover oder lässig über einen Pullover tragen. Pullis im Sommer? Natürlich. Abends wird es auch kalt und über die Schultern geworfen sieht der Look wieder anders aus.

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Kleiderschrankparty mit den Mädels

Die Kleiderschrankparty ist eine spaßige und super lustige Party. Ladet eure Mädels ein und verzieht euch mit Jogginghose ins Schlaf- oder Ankleidezimmer und lasst eure Mädels ran. Sie sollen Looks aus dem Kleiderschrank zusammen stellen. So entstehen komplett neue Outfits, die euch überraschen werden. Damit ihr diese auch nicht vergessen werdet, wird die Party direkt zu einer Modenschau und ihr fotografiert jeden Look.

Tauscht eure Kleidung

Wir sind immer neidisch und wollen genau das, was die anderen haben. Ihr schüttelt jetzt mit dem Kopf? Definitiv liege ich richtig. Wir Frauen ticken doch alle gleich.  Sobald ihr eure alte und vergessene Bluse an einer Freundin seht, werdet ihr euch neu verlieben und das Schmuckstück zu eurem neuen Lieblingsteil ernennen.

Startet einen Wettkampf

Vereinbart mit euren Mädels einen festen Zeitraum, in dem wirklich keine neuen „unnötigen“ Käufe getätigt werden dürfen. Ausnahmen gibt es nur für Bräute, denn die brauchen wirklich ein Brautkleid :-). Ihr werden überrascht sein, wieviel Geld ihr doch tatsächlich sparen werden. Bucht ein Hotel und lasst euch verwöhnen, denn Zeit ist unbezahlbar und wenn ihr diese mit euren Freundinnen verbringen könnt, lasst ihr den  Kleiderschrank gerne links liegen.

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Verändert euren Fokus

Wir lieben sie alle, wir haben sie alle und unsere Schubladen sind voll. ACCESSOIRES. Oft unterstützen oder ergänzen sie nur unseren Look und fügen sich in ein stimmiges Outfit ein. Ändert euren Fokus und sucht zuerst die Accessoires und Schuhe aus. Sie stehen im Mittelpunkt und der Look wird um das neue Lieblingsassessoires gebaut.

Seit ehrlich

Wenn wir mal ganz ehrlich sind und uns vor Augen halten, wie viel Geld wir ausgeben nur um neuen Trends zu folgen, obwohl unsere Kleiderschränke voll sind, dann wird uns schwindelig. Niemand von uns braucht 50 Paar Schuhe, 20 Gürtel oder 15 Übergangsjacken. Versucht für vier Wochen nur Dinge zu kaufen, die ihr wirklich braucht. Meine Zahnpastatube ist leer. Ich BRAUCHE eine neue Zahnpasta und keinen neuen Gürtel. Ihr werden erstaunt sein, wieviel Zeit, Frust und Nerven ihr nach 4 vier Wochen gespart habt.

Geht shoppen

Dieser Absatz klingt doch jetzt völlig absurd. Nein, ganz und gar nicht. Es ist pure Psychologie und eigentlich wie bei einer Diät. Sich Schokolade oder das Shoppen zu verbieten ist vollkommener Blödsinn und führt nur zu panischem essen oder shoppen. Hey wir sind Mädels und leben in Mitten von gefühlt 1000 Modelabels. Natürlich sollen und wollen wir shoppen. Aber setzt euch feste Zeiten. Nicht mehr jeden Monat sondern zum Beispiel einmal im Quartal. So könnt ihr neue Mode schnuppern, das Gewissen beruhigen und der Kaufsucht nachgeben.

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Der wohl härteste aber effektivste Schritt 

Kein Onlineshopping. Hart und auch für mich eine Herausforderung aber ich glaube dazu muss ich auch nicht viel sagen. Aus Langweile kaufen wir viel zu viele nutzlose Dinge im Internet, der Einzelhandel geht dadurch kaputt und wir verlieren den Überblick über jeglichen Geldfluss.

Diesen Beitrag wird mir mein Freund wahrscheinlich täglich unter die Nase reiben und mir verdeutlichen, warum ich nichts Neues zum Anziehen brauche. Aber sind wir einfach mal ehrlich, eigentlich brauchen wir auch nichts. Natürlich gibt es viele, neue und schöne Dinge, aber ein Modestück aus den letzten Jahren zu tragen ist etwas Besonderes und ihr könnt sicher sein, dass kein weiterer Partygast dieses Oberteil auf der nächsten Party tragen wird.

Bereit für die Kleiderschrank-Challange 🙂  und habt ihr noch weiter Tipps?

~Helene~

Foto @ Yvonne

13 Kommentare

  1. Hey Helene, toller Beitrag! Finde ich gut, dass Du auch bewusst und nicht maßlos shoppst und den Tipp mit den Bügeln werde ich mal ausprobieren. Ich habe schon genug Zeug zum Anziehen, aber oft scheitert es an den Kombinationsmöglichkeiten. Da bin ich manchmal einfach nicht kreativ genug bzw. das Lieblings-T-Shirt, das als einziges zu dem ausgewählten Rock passt, ist in der Wäsche und dann ziehe ich den Rock doch wieder aus und die every-day-Jeans an und bin genervt. 😉
    Zwei absolute Lieblingsteile habe ich übrigens vor ein paar Monaten bei einer Klamottentauschparty bekommen, wo jede Zeug mitgebracht hat, das sie nicht mehr trägt.

    Kleine Anmerkung: Das oben soll „Pullis im Sommer“ heißen, oder?

    Liebe Grüße,
    Ellen
    http://schoenmalsogedacht.wordpress.com/

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    1. Hallo meine liebe Ellen,

      vielen Dank für deinen tollen Kommentar. Finde ich richtig toll, dass du bei einer Tauschparty wars. Ist ja auch eine wirklich coole Idee😊.

      Herzliche Grüße,
      Helene

      P.s. ja da hattest du Recht. Habe es schon geändert. Vielen Dank 💚

      Gefällt 1 Person

  2. Meine liebe Helene,

    was für ein super nützlicher Blogbeitrag. Ich bin begeistert und du hast so Recht! Ich werde auf jeden Fall den Tipp mit den Kleiderbügeln und den mit der Kleiderschrankparty umsetzen. Kein Online-Shopping mehr ist für den Anfang noch ein bisschen zu hart, hihi. 🙂

    Ich wünsche dir ein tolles, langes Wochenende!

    Liebste Grüße
    Juli

    http://www.julispiration.com

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    1. Liebe Juli,
      vielen Dank für deine lieben Worte.
      Tatsächlich werde ich manchmal auch noch schwach beim Onlineshopping, aber ich habe es zu 95% reduziert.
      Manchmal werde ich auch noch schwach 😁.

      Ich drück dich Süße💛

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  3. meine liebe Elena, mit deinem Beitrag sprichst du mir aus der Fashion-Seele!
    Spaß bei Seite 😉
    ich betreibe meinen Kleiderschrank ja selber nach dem Prinzip der Capsule Wardrobe, bei dem man sich 35- 40 Teile beschränkt, die einfach basic, klassisch und zeitlos sind.
    natürlich kaufe ich gerne hin und wieder etwas neues, aber weit mehr als die Hälfte meiner Teile, trage ich schon viele Jahre. du hast so recht, mit den richtigen Stücken und guter Qualität führt man eben eine Langzeitbeziehung 🙂

    ich hoffe, du hattest einen super Start ins Wochenende!
    gute Nacht Liebes und bis morgen,
    ❤ Tina von Liebe was ist

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  4. Ich finde deinen Beitrag total interessant & ich kenne wie viele andere & auch du das Problem ganz genau 🙂 Ich weiß schon gar nicht mehr wie oft ich vor dem Schrank stand und genau diese Aussage getroffen habe, aber ich muss zugeben das ich mittlerweile daraus gelernt habe immer mal neue Teile miteinander zu kombinieren, denn das macht wirklich unglaublich viel aus. Die Idee mit den Kleiderbügeln finde ich echt raffiniert & sollte ich auch mal testen, wenn wieder die Situation aufkommt. Mittlerweile versuche ich mich auch echt mit dem Shoppen zurückzuhalten was auch erstaunlicherweise gut klappt, aber sobald der SALE dann wieder losgeht bin ich immer mit vorne dabei. Aber dann ist das schlechte Gewissen auch nicht ganz so groß 🙂

    Liebe Grüße
    Measlychocolate by Patty
    Measlychocolate now also on Facebook

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    1. Liebe Patty,

      schön zu lesen, dass es uns Frauen gleich geht. Ob Männer auch dieses Shopping-Problem haben 😉 ?
      Ich gehe auch weiterhin gerne einkaufen nur nicht mehr planlos, so oft und übertrieben.
      Nur im SALE zu shoppen ist doch super. Kommt nur ein paar Mal im Jahr vor und wir sparen noch dabei :-).

      Herzliche Grüße,
      Helene

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  5. Liebe Helene,

    das Kleiderschrankproblem habe ich auch!
    Das war mitunter ein Grund, weshalb ich mir vergangenen Dezember ein Shoppingverbot auferlegt habe und den ganzen Monat nichts gekauft habe, außer Lebensmittel (Hygieneartikel wie Duschgel und Zahnpasta inklusive) natürlich.
    Danach hinterfrägt man jeden Einkauf konsumkritischer: „Brauche ich das wirklich.“ – „Habe ich nicht schon drei ähnliche weiße Blusen.“
    Ich finde vor allem deinen Tipp mit den umgedrehten Kleiderbügeln große Klasse. Das inspiriert mich glatt dazu es auszuprobieren und zu gucken welche Teile in meinem Schrank ich wirklich verwende und wirklich brauche. 🙂
    Danke für die Inspiration!

    Allerliebste Grüße,
    Susa

    http://www.MISSSUZIELOVES:de

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